Pranayama

Kontrolle, Aufbau und Lenkung der Energie (Prana) durch Atemtechniken, Bandhas und Mudras.

Swami Vishnu Devananda, großer Yogi und Namensgeber unserer Schule, antwortete einst auf die Frage, was denn das Wichtigste im Leben sei, mit "Atmen".
Zwar kann der Mensch wochenlang ohne Nahrung und tagelang ohne Wasser auskommen, aber kaum länger als einige Minuten ohne Atmung.

Das Wort Prana bedeutet Lebens- bzw. Vitalenergie, Ayama Kontrolle. Der Begriff Pranayama bezeichnet im Yoga verschiedene Atemtechniken, die zu einem höheren Energiepotential, stärkerer Willenskraft, Zielstrebigkeit, gesteigerter Konzentrationsfähigkeit und innerer Gelassenheit führen.

In Patanjalis Yogasutra, das heutzutage als Standardwerk des Yoga gilt, stellt Pranayama das vierte Glied des klassischen Raja-Yoga dar.

Aufgrund der intensiven Wirkung der Techniken sollten diese ausschließlich unter Anleitung eines erfahrenen Lehrers erlernt werden. Vor allem in Verbindung mit Bandhas (Energieverschlüsse) und Mudras (Körper- bzw. Fingerstellungen) ist bei Pranayama Vorsicht geboten. 

Richtig ausgeführt jedoch wirkt es in höchstem Maße positiv auf Körper und Geist. So kann korrekte, behutsame Praxis den Blutdruck, die Herzfrequenz, sowie den Stoffwechsel regulieren und das allgemeine Wohlbefinden massiv steigern.